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Dieser Escort-Chef vermittelt 100 Männer

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Agenturchef Michael Bachor
  • Andreas Thieme
    VonAndreas Thieme
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München - Im Zuge unserer Rotlichtserie stellen wir Ihnen diesmal Michael Bachor vor. Seit 2006 leitet Michael Bachor eine Escort-Agentur für Frauen, die in München etwa 25 Männer vermittelt.

Er bringt das Glück zu den Frauen. Seit 2006 leitet Michael Bachor eine Escort-Agentur – mehr als 100 heterosexuelle Männer vermittelt er mittlerweile bundesweit, etwa 25 sind es in München.

So funktioniert das Geschäft: „Die Männer sind selbstständig tätig“, sagt Bachor. „Wir als Dienstleister stellen unsere Plattform www.Escortservice4Ladies.de zur Verfügung, kümmern uns um Werbung, Organisation und Administration und vereinbaren die Termine.“ Bei zwei Stunden liegt die Mindestbuchungsrate – 400 Euro lassen sich die Damen das kosten. „Wir erhalten eine Vermittlungsprovision.“ Gezahlt wird im Voraus – beim Treffen ist Geld kein Thema mehr.

So sexy sind die Männer: „Wir bieten exklusive, hochklassige Begleiter und Diskretion an – für ein erotisches Erlebnis der Extraklasse“, sagt Bachor. Aus 5000 Bewerbern wählt er jährlich 15 bis 25 für seine Vermittlung aus – Männer mit Niveau und Erfahrung. Mindestalter: 25 Jahre. „Sie müssen geistreich und eloquent sein, fit und charmant. Sie haben Spaß daran, nehmen Termine nur wahr, wenn sie neben ihrem Hauptberuf Zeit haben.“

Das sind die Kundinnen: Sie sind zwischen 18 und 60 Jahre alt. Jüngere wollen Erfahrungen sammeln und sich ausprobieren. „Damen zwischen Anfang 30 und Ende 40 sind unsere Hauptklientel.“ Frauen über 50 buchen seltener.

Die Wünsche der Frauen: „Viele suchen Begleiter für offizielle Anlässe, zu denen sie nicht alleine gehen wollen, weil sie in geschäftlichen Führungspositionen sind. Oder jemanden für ein Dinner, der ihnen auch erotische Wünsche erfüllt.“ Schöne Stunden mit einem attraktiven Mann verstehen die Frauen als Luxus – ganz ohne Verpflichtungen. „Es ist ausgeschlossen, dass der Abend auf die Dame zurückfällt.“ Das ist bei Affären oft anders! Durch Auftritte mit einem Begleiter spielen Frauen gern auch längerfristig eine Liaison vor – und ärgern so den Ex oder erteilen Avancen eine Abfuhr.

So oft kommt es zum Sex: „Die Frauen suchen Befriedigung für alle Sinne, nicht nur körperlich“, sagt Bachor. „Prinzipiell vermitteln wir Zeit, nicht Sex.“ „Die Option besteht aber – als Höhepunkt eines gelungenen Abends. „Von 100 Buchungen sind fünf ausschließlich sexuell orientiert.“ Aber: Viele Treffen enden natürlich im Bett…

Lust und Frauen-Fantasien: Mit einem Escort-Mann wollen viele Paare ihr Sexleben aufpeppen oder Fantasien leben. „In einem Fall sollte der Begleiter die Frau an der Hotelbar ansprechen, dann sind beide aufs Zimmer gegangen und hatten Sex. Das Spiel ging so, dass der Gatte sie dort in flagranti erwischen sollte, um dann mitzumischen. Im Anschluss fährt das Paar wieder nach Hause, hat sich lieb und lebt seinen Alltag.“

Andreas Thieme

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